Zertifikate

Auf dieser Seite finden sie lediglich die Erklärungen der Untersuchungen bzw. der Tests meiner Katzen.
Die Original Zertifikate finden sie bei den jeweiligen Zuchttieren hinter der Bildergalerie.
Bitte bedenken sie das die jeweiligen Rassen unterschiedliche Erbkrankheiten haben und deshalb verschiedene Test durchgeführt wurden.
 

Cystinurie:


Was ist Cystinurie?
Die Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung mit Absorptionsstörung bestimmter Aminosäuren im proximalen Nierentubulus. Die Folge ist eine erhöhte Ausscheidung der Aminosäure Cystin über den Urin.
 

Symptome

50 % aller Patienten mit Cystinurie entwickeln Harnsteine, von diesen wiederum zeigen 75 % ein bilaterales Vorkommen. Symptome der Nephrolithiasis, respektive Urolithiasis, sind kolikartige Schmerzen im Bereich des Nierenlagers bei Steinabgang, die in die Leistengegend ausstrahlen können.


 

Felv:


Die feline Leukämievirus-Infektion wird durch das weltweit verbreitete feline Leukämievirus verursacht, welches nur für Katzenartige infektiös und nicht heilbar ist. Die Erkrankung ist auch unter dem Synonym feline „Leukose“ bekannt. Jedoch erkranken nicht alle infizierten Tiere an einem Tumor der weißen Blutkörperchen („Leukämie“), weshalb diese Bezeichnung irreführend ist.Die Verbreitung ist je nach Region unterschiedlich. Durch Testverfahren und Impfungen gehen Infektionen zwar insgesamt zurück, aber es ist weiter eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten für Katzen.
 

Symptome

Häufige Symptome die auf FeLV zurückgehen sind Anämie, Gelbsucht, Gewichtsabnahme, Appetitverlust, Durchfall oder Verstopfung, Blut im Stuhl, verdickte Lymphknoten, Atemnot, allgemeine Lustlosigkeit, Vieltrinken, Unfruchtbarkeit, Abort und Resorption von Föten. Bei einigen Leukose-Patienten entstehen Tumore.

 

FIV:


Bei FIV, auch bekannt unter dem Namen "Katzen-AIDS", handelt es sich um eine weltweit verbreitete Virusinfektion die durch das feline immunschwäche-Virus hervorgerufen wird. Sie ist ausschließlich für katzenartige infektiös, so dass weder Menschen noch andere Tiere, außer Katzen, sich anstecken können. Sie ist der AIDS-Infektion des Menschen in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich.
 

Symptome

Die FIV Katze hat Symptome in unterschiedlicher Ausprägung: Das Fell wird dünn, es kommt zu Fieber, Durchfall sowie nicht abheilenden Entzündungen von Bindehaut, Zahnfleisch oder Schleimhäuten. Die Katzen magern ab, leiden unter Appetitlosigkeit und Lymphknotenschwellungen


 

Hypokalämie:


Die Hypokaliämie ist die häufigste Ursache einer allgemeinen Muskelschwäche bei der Katze. Betroffene Katzen haben Schwierigkeiten beim Aufstehen und Gehen oder den Kopf in richtiger Lage zu halten. Wie der Name der Krankheit schon sagt, handelt es sich um eine zu niedrige (hypo) Konzentration von Kalium (Kali) im Blut der Katze

Da Kalium ein wichtiger Mineralstoff im Körper ist und bei der Funktion von Muskeln und Nerven eine bedeutende Rolle spielt, kommt es bei Verlust oder bei zu niedriger Konzentration zu Krankheitssymptomen. Das Tier ist nicht in der Lage, seinen Kaliumspiegel im Körper zu kontrollieren. Die Muskelschwäche kann das ganze Tier erfassen oder nur bestimmte Muskeln, vorwiegend im Nackenbereich oder in den Gliedmaßen.


 

Mukopolysaccharidose:


Die Mucopolysaccharidose vom Typ VI (MPS VI) ist eine lysosomale Speicherkrankheit, die durch zwei Defekte im Gen für das Enzym N-Acetylgalactosamin-4-Sulfatase ausgelöst wird. Die beiden bekannten Mutationen liegen im selben Gen, aber an unterschiedlichen Stellen. Die beiden Mutationen sind separat entstanden und liegen nie gleichzeitig auf dem selben Chromosom vor, weshalb es sechs verschiedene Genotypen geben kann. Die beiden Mutationen haben unterschiedliche Wirkung auf die Schwere der Erkrankung. Dabei gibt es eine milde Form (m), deren Symptome meist nur anhand bestimmter Laborwerte feststellbar sind, sowie eine schwere Form (s), die bei homozygot Betroffenen mit schweren Störungen des Knochenbaus, Nervensystems sowie Zwergenwuchs einhergeht. Erste Anzeichen sind beim schweren Typ bereits nach wenigen Lebenswochen zu erkennen. Kombiniert-heterozygote Träger (Genotyp m/s) scheinen die Krankheit nicht auszuprägen.


 

Myotonia congenita:


Was ist Myotonia congenita:
Myotonia congenita ist eine Krankheit, die die Skelettmuskulatur betrifft. Verursacht wird sie von einer Genmutation, die die Funktion der Chlorid-Kanäle beeinflusst und autosomal-rezessiv vererbt wird. Symptome der Krankheit sind vor allem ein steifer, staksiger Gang, der sich allerdings durch Übung wieder verbessern lässt. Sichtbar ist auch eine hervortretende Zunge und ein kaum zu öffnender Unterkiefer. Oft werden Schwierigkeiten beim Schlucken, ebenso wie übermäßiges Speicheln beobachtet.
 

Symptome

Das typische klinische Symptom der Myotonia congenita ist die Steifigkeit der Muskulatur. Die Krankheit beginnt im Kindesalter und alle Muskelgruppen inklusive Augenmuskulatur, Gesichtsmuskeln und Zunge können betroffen sein. Die Steifigkeit wird nach wiederholten Bewegungen besser (sogenanntes "warm-up-Phänomen").


 

Pyruvatkinase-Defizienz (PK-Def):


Bei dieser Erkrankung, die auch beim Mensch und Hund vorkommt, fehlt den roten Blutkörperchen das Enzym Pyruvat-Kinase, welches für die Energiegewinnung der Erythrozyten wichtig ist. Aufgrund einer beeinträchtigten Glykolyse in den Erythrozyten ist ihre Lebensdauer stark verkürzt, wodurch eine chronische, regenerative hämolytische Anämie hervorgerufen wird. Betroffene Tiere können neben immer wiederkehrenden Symptomen der Anämie wie blassen Schleimhäuten, Schwäche und Müdigkeit auch schwere „hämolytische Krisen“ mit Gelbsucht und Fieber entwickeln. Die Anzahl der roten Blutkörperchen kann von normal bis hochgradig vermindert sein. Verdächtig ist eine erhöhte Zahl juveniler Erythrozyten bei einer normalen Erythrozytenzahl. Gelegentlich ist eine vergrößerte Milz tastbar. Aufgrund des unterschiedlichen Krankheitsbildes ist es wichtig, dass eine Pyruvatkinase-Defizienz in Betracht gezogen wird, wenn die Routinelaboruntersuchungen nicht zu einer Diagnose führen. Da es bisher leider keine spezifische Therapie für die PK-Defizienz gibt, ist die zuchthygienische Vorbeugung wichtig. Zeigt ein erkranktes Tier eine schwere Anämie, können Bluttransfusionen lebensrettend sein. Daher ist die Durchführung einer Blutgruppenbestimmung ebenfalls wichtig. Bei betroffenen Tieren sollte sowohl Stress, als auch Risiken von Infektionen vermieden werden, da dadurch möglicherweise hämolytische Krisen ausgelöst werden können.



Tritrichomonas foetus


Neben Giardia spp. gehort auch Tritrichomonas (T.) foetus zu den Protozoen. Dieser anaerob lebende Erreger bildet keine Zysten, die Vermehrung erfolgt durch Langsteilung. Der Trophozoit ist birnenformig, hat eine undulierende Membran und ist 5.25 µm lang. Er hat einen Achsenstab, drei Geiseln und eine Schleppgeisel. T. foetus besitzt zudem keine Mitochondrien, sondern stattdessen Hydrogenosomen. Diese Zellorganellen kommen als Besonderheit bei den Trichomonaden vor und ermoglichen die ATP-Gewinnung durch anaeroben Stoffwechsel beim Abbau von Pyruvat. Im Gegensatz zu Giardia spp. besitzt T. foetus keine Mediankörper, diese Tatsache erleichtert die mikroskopische Unterscheidung zu den sonst morphologisch sehr ähnlichen Giardien.

Bisher war dieser Einzeller besonders als Erreger der Deckseuche bei Rindern bekannt, wobei der Erreger meist symptomlos beim Bullen in der Präputialschleimhaut persistiert und beim weiblichen Rind Vaginitis, Endometritis und Aborte auslöst. Inzwischen ist bekannt, dass der Erreger auch bei Katzen vorkommt und insbesondere Kolitis und Dickdarmdurchfalle verursachen kann.

Bislang wird angenommen, dass die Infektion uber Abortmaterial der Rinder und auf dem fakal-oralen Weg uber Kot anderer betroffener Katzen erfolgt. T. foetus findet sich im Darm an der Mucosaoberfläche, lasst sich jedoch auch im Darmlumen und auf den Darmzotten bis in die Lamina propria und tiefere Schichten nachweisen. Daraus resultiert in den meisten Fallen eine lymphoplasmazelluläre oder neutrophile Colitis, wodurch blutig-schleimige Durchfälle ausgelöst werden. Zusätzlich wurde festgestellt, dass bei infizierten Katzen im Laufe der Erkrankung zwar die Diarrhoe rücklaufig sein kann, der Erreger jedoch weiterhin ausgeschieden wird. Somit konnen latent infizierte Tiere ein bedeutendes Erregerreservoir fur andere Katzen darstellen.

Giardien



 

WAS SIND GIARDIEN?


Die birnenförmigen Giardien gehören unter den Protozoen (Einzellern) zu der Gattung der Flagellaten (Geißeltierchen). Der medizinisch wichtigste Vertreter ist Giardia intestinalis, auch Giardia lamblia genannt.

Die Parasiten nisten sich im Dünndarm von Wirbeltieren ein und ernähren sich vom Darminhalt. Sie schädigen die Darmschleimhaut, indem sie sich mit ihrem an der Bauchseite befindlichen Saugnapf an der Darmwand festhalten. Auch frei zwischen den Darmzotten kommen sie in großer Menge vor.

Die Parasiten durchlaufen in ihrer Entwicklung zwei Stadien: Das eigentliche Wachstumsstadium (vegetatives Stadium) und das Stadium der Zyste (Dauerform). Werden Zysten mit dem Kot ausgeschieden, sind sie in der Außenwelt über einen Zeitraum von mindestens 3 – 4 Wochen infektiös und werden auf verschiedene Weise auf neue Wirte übertragen. Sie haben eine schwer lösliche Hülle, die sie außerhalb des Tierkörpers nahezu unangreifbar macht. Sie überstehen die verschiedensten Umwelteinflüsse nahezu ohne negative Auswirkung. Selbst relativ starke chemische Mittel können ihnen nichts anhaben. In kaltem Wasser (4° C) überleben die infektiösen Zysten ca. 2 – 3 Monate, in feuchten Böden bis zu 7 Wochen. Unter optimalen Bedingungen können sie mehrere Monate lebensfähig bleiben.

ANSTECKUNG:


Die Giardiose ist eine Zoonose, d.h. sie kann sowohl Menschen als auch Tiere befallen. Giardien sind hoch ansteckend, eine Infektion kann schon durch die Aufnahme von nur zehn Zysten ausgelöst werden.

Die Infektion erfolgt auf verschiedenen Wegen, z.B. durch Schmierinfektion, den Kontakt mit dem Kot anderer infizierter Katzen, über Vogelkot, Stubenfliegen und auch über Nager (Wassertränken, Teiche, Vogelhäuschen!!). Auch durch die Aufnahme von kontaminiertem Wasser (z.B. Pfützen) oder nicht einwandfreiem Futter können die Tiere sich mit Giardien infizieren. Kommt ein Mensch mit dem Parasit in Berührung (z.B. durch Streicheln eines infizierten Tieres oder Kontakt mit kontaminiertem Wasser), kann auch eine Übertragung durch kontaminierte Kleidung, Schuhe oder Hände erfolgen.

Aufgrund der verschiedenen Übertragungswege sind auch reine Wohnungskatzen letztendlich vor einer Ansteckung nicht sicher.





Durch den immer stärker werdenden Trend, Tiere aus südlichen und östlichen Ländern nach Deutschland zu importieren, hat die Giardiose sich bei uns dramatisch verbreitet. Inzwischen ist sie, nach Würmern, die zweit häufigste parasitäre Infektion. Ganze Tierheim-Bestände an Hunden und Katzen sind mitunter von Giardien befallen.




Giardien sind sehr hartnäckig in der Behandlung, aber nicht unmöglich. Bei konsequentem Einnehmen der Medikamente und sich an den Behandlungsplan halten und die Hygienemaßnahmen können Katzen vollständig geheilt werden.







Zu den häufigsten Symptomen bei Katzen, die mit T. foetus infiziert sind, zahlt Durchfall, meist zusammen mit einem sehr intensiven Geruch des Kotes. Teilweise sind auch Colitissymptome wie Blut- und/oder Schleimbeimengungen zu beobachten. Oft ist das Allgemeinbefinden weitgehend ungestort, die Katzen haben einen normalen Appetit und nur in wenigen Fallen Gewichtsverlust.

Falls die Diarrhoe nicht therapiert wird, ist in 88 % der Falle eine spontane Normalisierung der Kotkonsistenz in einem Zeitraum zwischen fünf Monaten und zwei Jahren zu beobachten. Die Dauer bis zur klinischen Symptomfreiheit hangt vom Umfeld der Katze ab. Stresssituationen, wie z. B. durch Operationen, Medikamentengabe, Futterwechsel oder Reisen konnen erneut Diarrhoe auslosen. Häufig bessert sich die Symptomatik nach Antibiotikagabe, es kommt jedoch oft zu einem Rezidiv nach Absetzten der Medikamente.